Zum Auftakt der Fintech Week Hamburg veranstaltet das Start-up figo den 3. Bankathon – die Anmeldung ist absofort möglich. Wir haben André M. Bajorat von figo einige Fragen zum Hackathon gestellt.

Fintech Week Hamburg: Was macht den Bankathon besonders?

André M. Bajorat: Das Besondere ist, dass der Bankathon mittlerweile für sich spricht. Wir haben ihn im letzten Jahr zusammen mit Gini ins Leben gerufen und 2015 zwei Mal durchgeführt. Insgesamt waren mehr als 150 Teilnehmer dabei, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Zukunft des Banking zu verändern. figo stellte den Programmierern ihre Banking-API und Gini ihre API zur intelligenten Dokumentenerkennung zur Verfügung. Dank dieses Baukastenprinzips konnten alle Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit unkonventionelle Lösungen funktionsfähig realisieren.

André M. BajoratIm Oktober während der Fintech Week Hamburg sind wir alleiniger Veranstalter und lassen den Bankathon erstmals unter einem ganz konkreten Thema stattfinden: PSD2. Die Resonanz ist überwältigend: Wir konnten 16 Sponsoren von dem Konzept überzeugen und auch die Anzahl der Teilnehmer steigt stetig. Das allein zeigt, dass das Interesse der unterschiedlichen Parteien – Banken, FinTechs, Programmierteams, einzelne Developer und Unternehmen wie SAP – ungebrochen ist, zusammen Ideen zu entwickeln und Produkte zu erarbeiten. Für echte Innovationen in der Finanzbranche ist das Zusammenspiel der agilen Newcomer und der erfahrenen Akteure des Finanzwesens ein Muss. Der Bankathon ist der Ort, an dem Programmierer 
und Finanzdienstleister zusammenkommen, um gemeinsam neuartige Finanzservices zu entwickeln und die Branche voranzubringen. Der Fokus liegt auf Partnerschaften, Synergien und Innovationen.

Wie läuft der Bankathon ab?

Der Bankathon findet vom 9. bis zum 11. Oktober statt. Am Sonntag erwarten wir dann bereits einen Großteil der Gäste und Teilnehmer, denen wir dann die zur Verfügung stehenden APIs vorstellen: Derzeit gibt es natürlich unsere eigene Banking API, doch auch Visa und SAP stellen den Teilnehmern ihre Schnittstellen zur Verfügung. Wir gehen auch davon aus, dass noch die eine oder andere dazukommt. Außerdem haben an dem Sonntag die Diamond-Sponsoren die Möglichkeiten, den Teilnehmern ebenfalls eine Challenge zu stellen, die natürlich auch in irgendeiner Form mit der Payment Services Directive 2 und dem Thema „Access to Account“ – also XS2A – zu tun haben muss. Und dann folgt auch schon der spannende Teil: Ab Montag beginnen dann die Ideenfindung und Umsetzung, wofür die Teilnehmer genau 30 Stunden zur Verfügung haben. Um 15 Uhr am Dienstag müssen die Coder den sprichwörtlichen Stift fallen lassen, um ihre Ergebnisse unserer hochkarätigen Jury vorzustellen. Am Ende des Tages wissen wir dann, wer den Wettbewerb für sich entschieden hat und wir alle haben hoffentlich ausreichend Gründe, um eine erfolgreiche Veranstaltung abschließend und gebührend zu feiern.

Wieso habt ihr euch für das Thema PSD2 entschieden?

Programmierwettbewerbe stehen für Genialität, Kreativität und den Willen, innerhalb kürzester Zeit konkrete Aufgaben zu lösen. In der Vorgabe XS2A, die die PSD2 mit sich bringt, sehen viele Akteure eine große Herausforderung auf den Finanzmarkt zukommen. Warum sollte der Bankathon sich also nicht genau diesem Thema widmen? Einem Thema, das alle beschäftigt! Denn diese neue EU-Richtlinie definiert die Spielregeln im Umgang mit Finanzdaten neu. Sie verpflichtet Finanzinstitutionen künftig dazu, den Zugang zu Online-Konten der Kunden zu öffnen, und Dritte können auf Daten und Funktionen zugreifen. Was heißt das genau? Welche Services werden dank PSD2 entstehen? Genau das können wir alle live und in Farbe beim Bankathon im Oktober 2016 erleben. Die Erkenntnisse aus diesem Bankathon liefern für die allgemeine Produktplanung und die technische Vorbereitung von PSD2 einen enormen Informationsgehalt.

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figo richtet zum dritten Mal den Bankathon aus

Was erhofft ihr euch vom dritten Bankathon?

Wir erhoffen uns von diesem Bankathon, dass uns die Teilnehmer umhauen und unter Beweis stellen, dass die Dezentralisierung von Finanzdienstleistungen viele neue Möglichkeiten eröffnet, wie Banking ein kontextbezogener Alltagsbegleiter sein kann, dass Conten-Aggregation nur der Anfang ist, der Informationsgehalt von Kontoumsätzen noch viele neue Anwendungsfälle ermöglicht und dass Chatbots, Voice Control sowie künstliche Intelligenz keine ferne Zukunftsmusik sind. Wir erhoffen uns, dass die Teilnehmer zeigen, was mit einem „schnöden“ Konto alles möglich ist!

Warum macht ihr mit dem Bankathon bei der Fintech Week Hamburg mit?

Als wir das erste Mal von dem Vorhaben gehört haben, dass finletter und betahaus eine Fintech Week in Hamburg organisieren möchtet, um zu zeigen, dass auch Hamburg einiges im Bereich Fintech zu bieten hat, war schnell klar, dass wir uns auch in irgendeiner Form beteiligen müssen. Im Oktober bringen wir mit vereinten Kräften Hamburg aufs Fintech-Tableau. Wir waren der Meinung, dass der Bankathon eine tolle Möglichkeit ist, dieses Vorhaben zu unterstützen. Die positive Resonanz auf einen Programmierwettbewerb mit Bankbezug in Hamburg und das Feedback die gesamte Woche betreffend, zeigen, dass wir genau damit richtig liegen und das Interesse an der Hansestadt und den Hamburger Unternehmen absolut besteht!

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Es gibt 1 Kommentare

  1. Rückblick: So war Tag 1 der Fintech Week Hamburg 2016 sagt: 11. Oktober 2016 bei 15:01

    […] soll. Bankathon-Erfinder André M. Bajorat hatte schon im Interview mit der Fintech Week betont, wie wichtig das Thema […]

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