Time to go to Hamburg! Ab dem 6. November treffen sich Fintech-Szene und etablierte Finanzwelt wieder beim großen Fintech Get-together hier im Norden. Für einige wird es der erste Besuch auf der Fintech Week Hamburg sein, und trotzdem möchte man beim Netzwerken gleich ein bisschen mitreden können. Diese 3-Minuten-Einführung beantwortet die wichtigsten Fragen:Warum Fintech in Hamburg, wer gehört hier zum Urgestein und wer ist neu in der Szene?  

Hamburgs Fintechs in Zahlen

Unter den 575 Startups, die hier ihren Sitz haben, gelten knapp 40 als Fintechs. Das sind gerade mal sieben Prozent aller Startups, doch beschäftigen diese immerhin 533  Mitarbeiter*innen, so die Berechnung von Hamburg Startups. Insgesamt arbeiten in Hamburg mehr als 40.000 Menschen in Banken und Versicherungen. Zu diesen Häusern zählen die älteste Bank und die größte Sparkasse Deutschlands, aber auch digitale Pioniere wie die in der Metropolregion ansässige comdirect mit der comdirect Startup Garage, die Sutor Bank mit der Sutor Bank Startup-Plattform und die Star Finanz als digitaler Entwicklungsarm der bundesweit agierenden Sparkassengruppe.

Come play with me

Die starke Präsenz einer etablierten Finanzwirtschaft bietet sowohl den Hamburger Fintechs als auch den Banken und Versicherungen selber interessante Perspektiven. Wie überall in Deutschland haben viele der hiesigen Finanzhäuser ihr Digitalisierungspotenzial noch nicht annähernd ausgeschöpft und suchen nach Strategien, um diese Lücke möglichst schnell und effizient zu schließen. Den eigenen Konzern zu einer Digitalschmiede umbauen? Dauert im Alleingang viel zu lang. Da bietet die Kooperation mit Fintech-Unternehmen eine interessante Alternative. Besonders Fintechs mit B2B-Fokus könnten von diesem Trend zum technologischen Outsourcing profitieren.

Treffpunkt für viele Veranstaltungen der Fintech-Szene: Betahaus Hamburg

Treffpunkt für viele Veranstaltungen der Fintech-Szene: Betahaus Hamburg

Innovative Handelsunternehmen

Auch jenseits vom Finanzsektor bewegt sich die lokale Fintech Community in einem chancenreichen Umfeld, angefangen mit der starken Realwirtschaft der Handelsstadt. Handelskonzerne wie der Tchibo Konzern und die Otto Group haben in der Elbstadt ihren Firmensitz. Eine für Hamburg beispielhafte Innovationsstory: Otto hat die Digitalisierung seines Unternehmens konsequent zur Chefsache gemacht und sich dabei vom Fintech-Anwender zum -Dienstleister entwickelt. Zu seinen Tochterunternehmen in diesem Markt zählen Risk Ident und collectAI

Fintech-affine Internetkonzerne und das Tor zu Asien

Die hanseatische Innovationskultur spricht auch Tech-Konzerne wie Google, Facebook und Twitter an, die von hier aus ihr Deutschlandgeschäft steuern. Aus Sicht der Fintechs eine besonders interessante Nachbarschaft, aus gutem Grund: Technisch sind die Internetkonzerne schon lange in der Lage, ihren Kunden Bank- bzw. Finanzdienstleistungen anzubieten. Die spannende Frage ist nicht, ob sie diesen Schritt gehen, sondern ob sie dabei mit Fintechs kooperieren, und hier bietet das lokale Fintech-Ökosystem viele interessante Andockpunkte. Auch die enge Anbindung an die internationalen Handelsplätze in China, Indien und Südostasien mit ihren zunehmend einflussreichen Fintech-Hubs  ist sicherlich kein Nachteil für die Weiterentwicklung der lokalen Fintechs. Doch wer genau sind die Mitglieder dieser Szene?

Die Hamburg Big Four

Vier Namen prägen aktuell die Fintech-Landschaft in Hamburg: Kreditech, Deposit Solutions, Finanzcheck und Figo gelten in in Bezug auf ihre Größe und ihren technologischen Reifegrad als die „Big Four“. Sie alle arbeiten mit B2B-Kunden wie Banken und Versicherungen zusammen, mit Ausnahme von Finanzcheck (das bisher Verbraucherkredite vermittelt hat, inzwischen aber auch Geschäftskunden bedient). Neu dazu gekommen sind dieses Jahr die Social-Login-Experten von Nect, einem Tool, das die Anmeldung zu besonders geschützten Seiten wie denen von Bank- und Versicherungen einfacher und komfortabler gestaltet. Mit Penseo tritt der erste Anbieter einer digitalen betrieblichen Altersvorsorge auf den Plan, mit Blockbay eine Plattform, die den Handel mit Kryptowährungen in neue Geschwindigkeitszonen bringt. 

Wo trifft man die Hamburger Fintech-Szene?

Hamburg bietet das ganze Jahr über Veranstaltungen für Fintechs, Banken, Versicherungen und Mitglieder des Fintech-Ökosystems. Viermal im Jahr im Wechsel finden statt:

Die von Figo organisierten Fintech Meetups, die 12min.me „Code Rouge“-Veranstaltungen der Haspa sowie Meetups von Bots Hamburg, Hamburg Blockchain und Hamburg AI (Artificial Intelligence). Dieses Jahr ist das Angebot um zwei weitere Veranstaltungsformate gewachsen, die Fintech Lounge vom Finanzplatz Hamburg e.V. und die Netzwerktreffen der bundesweit agierenden Fintech Ladies.

Fast alle dieser Formate kannst du auch im Rahmen der Fintech Week Hamburg buchen. Die Netzwerkveranstaltungen sind in der Regel sehr gut besucht, daher unbedingt reservieren!

Lesenswertes über die Hamburger Fintech-Szene

  • Fintech in Hamburg„, eine Übersicht von unserem Partner und Ausrichter finletter 
  • Der „Hamburger Fintech Monitor“ vom Finanzplatz Hamburg, mit Infografik, Karte und einer Liste aller Fintechs der Elbmetropole 
  • “Fintech made in Hamburg”, ein Fintech-Dossier, das unser Medienpartner Hamburg Startups gemeinsam mit der comdirect Bank AG, der Sutor Bank und der Ginkgo Management Consulting ins Leben gerufen hat. Mit kurzen und ausführlicheren Portraits der in Hamburg ansässigen Fintechs, lesenswerte Artikel von den führenden Fintech-Expert*innen der Hansestadt 
  • „Startup-Szene Hamburg“, ein Sonderheft mit vielen Infos auch zur hiesigen Fintech-Szene, von unserem Medienpartner Berlin Valley
  • „Warum Hamburg die Metropole der schnellen Banken ist“, lesenswerter Artikel in der Online-Ausgabe der Tageszeitung Die Welt

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