Weißes „D“ auf kräftig blauem Grund: Vielleicht ist euch dieses Logo schon beim Besuch unserer Events aufgefallen. Das Logo steht für „Dash„, kurz für „Digital Cash“, dem Goldsponsor der Fintech Week Hamburg 2017.  Hier erklären wir, was es mit der neuen Kryptowährung auf sich hat. 

Dash (Englische Kurzform für „Digital Cash“) ist eine digitale Währung, die zwei der wichtigsten Eigenschaften von Bargeld in sich vereinigt: Man kann damit in Echtzeit und so anonym wie mit echtem Cash bezahlen. Das ist anders als bei der „Urmutter“ der Kryptowährungen, Bitcoin, wo Transaktionen mindestens 10 Minuten benötigen und der Prozess für alle einsehbar ist. Dazu kommt, dass das Bezahlen mit Dash wesentlich günstiger ist als mit Bitcoin.

„Aktuell würde wohl niemand auf die Idee kommen, den Kaffee am Bahnhof mit Bitcoins zu bezahlen – Dash dagegen lässt sich theoretisch sehr gut für Transaktionen in dieser Größenordnung einsetzen,“ sagt Jan Heinrich Meyer. Der Marketing-Stratege wurde vom Dash Core Team zum Repräsentant für den deutschsprachigen Raum ernannt. Damit steht er vor der Aufgabe, Dash in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt zu machen, kurz: Vertrauen in die digitale Währung aufzubauen. Trivial ist diese Aufgabe nicht. Einerseits werden weltweit mehr als 1.000 Kryptowährungen gehandelt, andererseits denkt der „Durchschnittsverbraucher“ bei Digitalwährungen meist an den Bitcoin, der zumindest

Jan Heinrich Meyer, DASH Deutschland

hierzulande noch immer wenig Vertrauen genießt.

Doch bei vielen Menschen überwiegt ganz einfach die Neugier: Was verbirgt sich hinter einer digitalen Währung wie Dash und was sind die Unterschiede zu Bitcoin? Jeder der/die schon einmal von Bitcoin gehört hat, hat sicher auch schon von den sogenannten Minern gehört, die ihre Rechenleistung dem Netzwerk zur Verfügung stellen und für die Verarbeitung von Transaktionen im Netzwerk verantwortlich sind. Die einzelnen Transaktionen werden in sogenannten Blöcken zusammengefasst. Für jeden Block, der an die Blockchain angehängt wird, erhalten die Miner einen sogenannten Blockreward und genau hier zeigt sich die Besonderheit von Dash: Während Kryptowährungen wie Bitcoin 100% der Blockrewards an die Miner ausschütten, erhalten die Miner bei Dash nur 45% dieser Rewards. Weitere 45% werden an die sogenannten Masternodes ausgeschüttet, die für die Speicherung der gesamten Blockchain zuständig sind. Die übrigen 10% fließen in den Dash Treasury Fund, das Budget der Dash DAO (decentralized autonomous organisation) und werden für die stete Weiterentwicklung und Verbesserung des Netzwerks genutzt.

„Als eine der wenigen Kryptowährungen verfügt Dash über eine dezentrale Organisationsstruktur, die schnelle und effiziente Entscheidungsfindung mit Hilfe der Blockchain ermöglicht. Die Prozesse sind hochgradig zielgerichtet, demokratisch und transparenter, als man es von den meisten zentralisierten Projekten oder Unternehmen kennt.“ erklärt Jan Heinrich Meyer. „Jedes Mitglied der Community kann Proposals einreichen, über deren Finanzierung dann von den Masternodes abgestimmt wird. Auch die Entscheidung, bei der Fintech Week Hamburg als Goldsponsor dabei zu sein, wurde gemeinschaftlich gefällt.“ Das Erstaunliche: Trotz der demokratischen Strukturen sind Abstimmungen in kürzester Zeit die Regel.  

Viele Fintech-Fans dürfte jedoch eine viel grundlegendere Frage interessieren: Wie funktioniert der Geldfluss im Dash-System? Jan Heinrich Meyer bestreitet seinen Lebensunterhalt aus Einnahmen in Form digitaler Währungen und verwendet die Währung so oft er kann als Zahlungsmittel. Wenn er dazu gezwungen ist eine Zahlung in Euro zu machen, tauscht er einen entsprechenden Dash-Betrag einfach auf einer Kryptobörse gegen Euros ein und erhält diese auf seinem Konto gutgeschrieben. „Schöner wäre es aber natürlich, wenn ich meine Miete, meinen Einkauf im Supermarkt und meine Steuern einfach in Dash zahlen könnte,“ sagt er.

Auch jenseits der technischen Aspekte stehen in der Community viele Fragen auf der Agenda, die auch Verbraucher*innen früher oder später angehen wird: Wie kann man eine Währung jenseits von Spekulationsmissbrauch schaffen? Was macht eine gesunde, zukunftsfähige DAO aus?   


HINWEIS: Jan Heinrich Meyer spricht beim Kickoff zum Startup Weekend Hamburg #Fintech, am Freitag, 18:00 Uhr im betahaus Hamburg. 

Seid gespannt! 

 

 

 

 

 

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